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20. August 2018

Tipps - Hutpilze im Rasen

Feuchte Witterungsbedingungen und lang anhaltende Regenperioden während der Sommermonate fördern das Auftreten von Hutpilzen im Rasen. Diese wirken sich in der Regel jedoch nicht negativ auf das Rasenwachstum aus.

Hutpilze können einzeln oder in Gruppen angeordnet sein. In großer Anzahl erscheinen sie häufig im Spätsommer und Herbst, unter geeigneten Bedingungen können sie aber im ganzen Jahr auftreten. Es kommen unterschiedliche Arten vor wie beispielsweise Schwindlinge, Nablinge und Tintlinge. Die meisten Hutpilze sind für den Menschen ungenießbar aber nicht gefährlich!

Merkmale & Lebensweise

Charakteristisch für Hutpilze sind ihre namensgebenden Pilzhüte oder Schwämme, die je nach Art einen Durchmesser von wenigen Zentimetern bis zu etwa 50 cm erreichen können. Dabei handelt es sich lediglich um die Fruchtkörper des Pilzes. In ihnen werden Sporen gebildet, beispielsweise in sogenannten Lamellen auf der Pilzunterseite. Sind die Sporen reif, werden sie ausgeschleudert und mit dem Wind verbreitet. Dies ist eine wichtige Vermehrungsstrategie von Pilzen.

Der eigentliche Pilz wird durch ein dichtes Geflecht aus weißlichen Pilzfäden (sogenannte "Hyphen") gebildet. Diese wachsen im Boden und werden in ihrer Gesamtheit als "Myzel" bezeichnet. Der Pilz ernährt sich von abgestorbenem organischen Material im Boden, wie beispielsweise Totholz, abgefallene Blätter, sowie Rindenmulch und Kompost. Dieses Material wird von Pilzen und anderen Bodenorganismen zersetzt. Auf diese Weise spielen sie eine wichtige Rolle im natürlichen Stoffkreislauf und bei Bodenprozessen. Auch der sogenannte "Rasenfilz", der aus abgestorbenen Rasengräsern und -wurzeln besteht, wird von Pilzen abgebaut. Da Rasenfilz Wasser, Nährstoffe und Luft von den Graswurzeln fernhält, wirkt sich sein Abbau positiv auf das Rasenwachstum aus.

Schädigen die Hutpilze den Rasen?

Ein zahlreiches Auftreten von Hutpilzen kann als optische Beeinträchtigung des Rasenbildes empfunden werden. Hutpilze dringen jedoch weder mit ihren Pilzfäden noch mit ihren Furchtkörpern in die Rasengräser ein. Somit verursachen sie in der Regel keinen Schaden für den Rasen!

Bitte beachten: eine Ausnahme bilden manche Hutpilzarten, die ein besonders dichtes Myzel im Boden entwickeln. Dieses wirkt stark wasserabweisend, weshalb die Wasseraufnahme der Rasengräser gestört wird und diese vertrocknen. Dazu zählt z. B. der Nelkenschwindlung (Marasmius oreades) und andere Pilzarten, die unter der Bezeichnung Hexenringe angesehen werden.

Maßnahmen

Die meisten Hutpilze schädigen den Rasen nicht, daher sind keine bekämpfenden Maßnahmen notwendig. Außerdem bleiben die Fruchtkörper je nach Art nur wenige Wochen bestehen und werden im natürlichen Prozess wieder abgebaut. Das Myzel im Boden kann jedoch mehrere Jahre bestehen bleiben. Zu beachten ist außerdem, dass Hutpilze häufig mit Holzmaterial, das im Rasen zu liegen kommt, eingeschleppt werden!

Eine starke Ausbreitung von Hutpilzen im Rasen kann durch folgende Maßnahmen reduziert werden:

  • Pilzhüte und Schwämme mechanisch entfernen. Dadurch werden weniger Sporen entlassen und somit wird die weitere Verbreitung der Pilze gemindert.
  • Regelmäßig vertikutieren (im Frühjahr oder Herbst): dadurch wird Rasenfilz entfernt. Auf diese Weise steht den Pilzen weniger Nährsubstrat zur Verfügung, sodass sie sich weniger stark entwickeln können.
  • Eine gute Bodenbelüftung: wirkt der Entwicklung von Pilzen entgegen. Mit einem Gerät das circa 10 cm tiefe Löcher in den Boden einsticht („Aerifizieren“), um Bodenverdichtungen entgegenzuwirken. In diese Löcher kann Sand gefüllt werden, um die Drainagefähigkeit des Bodens zu verbessern.
  • Gute Bodenbedingungen sind Voraussetzung für einen gesunden Rasen. Zur Bodenverbesserung empfiehlt sich die Ausbringung von Rasenerde. Die lockere, stabile Struktur bietet eine gute Luft- und Wasserversorgung und fördert somit die Rasenkeimung.
  • Kalken bei niedrigem pH-Wert: Optimal für Rasenwachstum ist ein pH-Wert von 5,5 bis 6,5. Ein zu niedriger pH-Wert kann durch die Ausbringung von Kalk ausgeglichen werden.
  • Gesundes Rasenwachstum durch ausgewogene Ernährung fördern: Dies gelingt durch eine Frühjahrs- und Sommerdüngung jeweils mit z.B. Rasendünger mit Langzeitwirkung. Dieser sorgt für eine kontrollierte und umweltschonende Nährstofffreisetzung ohne Rasenverbrennungen. Im Herbst empfiehlt sich der Einsatz spezieller Herbstrasendünger. Sein hoher Kaliumgehalt kräftigt die Gräser, sodass sie weniger frost- und krankheitsanfällig sind.

 

Die Arbeiten, die man dagegen vornehmen kann, können wir gerne für Sie erledigen.

Frühjahr, Langzeit-, Sommer- und Herbstdünger haben wir vorrätig und können Sie direkt bei uns beziehen.

Schreiben Sie uns einfach eine Mail oder rufen sie an. Wir helfen gerne weiter.